Tanzaniatour

Hallo meine Lieben! Endlich melde ich mal wieder. Hinter mir liegt ein toller Urlaub mit vielen tollen und leider auch nicht so tollen Erlebnissen. Zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Susi bin ich durch Tanzania bis nach Zanzibar gereist. Da wir wahnsinnig viel erlebt haben kann ich euch leider nicht von allem berichten. Ich versuche aber eine einigermaßen knappe Zusammenfassung hinzubekommen:

 

Erster Stopp: Lake Bunyonyi

 

Der Lake Bunyonyi ist ein toller See. Bevor ich den jetzt lang beschreibe schaut ihr euch am Besten das Foto dazu an. In Jinja leben wir eigentlich dauerhaft in einem ziemlichen Geräuschpegel. Gerade abends und nachts ist es in unserer Wohnung ziemlich laut, weil am Markt immer Musik läuft und ständig ein anderes Baby schreit. Dadurch, dass am Lake Bunyonyi absolute Stille war, fiel mir erst auf an welchen Geräuschpegel ich mich mittlerweile schon gewöhnt hatte. Hier machten wir eine schöne Wanderung und genossen einfach mal die Natur.

 

Zweiter Stopp: Bukoba

 

Hier übernachteten wir nur zum Durchreisen. Die Anreise vom Lake Bunyonyi war aber schon ein bisschen abenteuerlich. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass man vom See relativ direkt nach Bukoba kommt. Leider mussten wir aber noch einen riesigen Umweg fahren. Das hatte dann zur Folge, dass wir an der Grenze ankamen, als gerade das Immigration office schließen wollte. Mit ein bisschen betteln bekamen wir aber doch noch unser Visum und den letzten Bus nach Bukoba.

 

Dritter Stopp: Mwanza

 

In Mwanza nahmen uns drei deutsche weltwärts- Freiwillige auf, die wir über Couchsurfing fanden. 

Sie brachten uns ein bisschen Kiswaheli bei, denn in Tanzania ist es schwieriger mit Englisch durchzukommen, und zeigten uns die Großstadt. Am letzten Tag dort hatten wir große Schwierigkeiten einen Bus nach Moshi zu finden, denn wir wollten am 23. reisen, genauso wie alle Familien, die zu Weihnachten zu den Verwandten fuhren. Wir liefen von einer Busfirma zur nächsten und keiner hatte mehr zwei Plätze frei. Alles sah danach aus, dass wir an Heilig Abend fahren müssten. Mir fiel ein, dass mir unsere zweite Couchsurferin in Moshi mal eine Nummer von einem Freund gegeben hat, den wir bezüglich Bus anrufen können. Das taten wir dann auch und ohne, dass er uns irgendwie kannte meinte er in einer viertel Stunde sei er bei uns. Wir erklärten ihm unser Problem, er telefonierte ein paar Minuten und hatte uns tatsächlich die beiden letzten Bustickets nach Moshi gesucht. Schließlich organisierte er noch jemanden, der uns dort hinbringt und wir waren überglücklich und dankbar!

 

Vierter Stopp: Moshi

 

Nach einer ca. 15 stündigen Busfahrt, kamen wir sehr spät an. Von Moshi mussten wir noch ca. eine Stunde bis zum Dorf unserer Couchsurferin fahren. Leider stiegen wir ins Dala (=Sammeltaxi in Tanzania), das in die komplett falsche Richtung fuhr. Da wir aber mit dem letzten Dala fuhren waren wir mitten in der Pampa und hatten keine Möglichkeit zurück zu kommen. Im Dala gab es einen Mann, der ein bisschen Englisch sprach und uns unsere Situation erklärte. Er nahm uns mit zu sich nach Hause und bat seine Oma ein Bett zu beziehen. Schließlich teilte er sein Abendessen mit uns. Wir waren so dankbar aber fühlten uns gleichzeitig so schlecht, weil wir den Menschen nichts zurückgeben konnten. Sie bereiteten noch ein Frühstück für uns. Darauf gingen wir unsere Zähne am Gebirgsfluss putzen. Der Mann fuhr sogar extra zurück um uns zu helfen dieses mal das richtige Dala zu bekommen. So viel überwältigende Gastfreundschaft auf einmal habe ich zuvor noch nie erlebt! Schließlich kamen wir bei unserer zweiten tollen Couchsurferin an. Erst mal konnten wir noch etwas relaxen, bevor uns ihr Sohn zu den nahe gelegenem Wasserfall führte. Schließlich badeten wir noch im Gebirgsfluss und fielen am 24. Dezember schon früh in unser Bett.

Weihnachten feiert man hier nämlich erst am 25. und so standen wir schon früh auf um zur Familie unserer Couchsurferin zu fahren. Dort wurden wir auch sehr herzlich aufgenommen. Zufällig waren unsere Couchsurfer auch evangelisch und nahmen uns mit in die Kirche. Dort sangen wir u.a. ,,Ihr Kinderlein kommet“ auf Swaheli. Ein bisschen befremdlich war, dass mindestens eine halbe Stunde Geld gesammelt wurde. Über die Einnahmen wurde akribisch Buch geführt und die Reichen versuchten sich ständig zu überbieten. Am Ende wurden vor der Kirche noch Sachspenden, wie Hühner, Zuckerrohr usw., vom Messner versteigert um zusätzlich Geld für die Kirche zu gewinnen.

Nach der Kirche wurde groß gekocht und wir halfen ein bisschen Gemüse schneiden. Die höheren,  Kochkünste überließen wir den erfahrenen Köchinnen ;) 

Nach einem lecker Essen wurde noch gequatscht bis abends. Die Feier war wunderbar, auch wenn sie bei ca. 35 Grad eher an eine Grillparty erinnerte.

 

Fünfter Stopp: Dar es Salaam

 

Dar es Salaam ist eine Großstadt, an die wir nicht so tolle Erinnerungen haben. Mehr gibt’s auf Nachfrage ;)

 

Sechster Stopp: Stone Town

 

Mit der Fähre gings von Dar nach Stone Town auf Zanzibar. Auf der Fähre trafen wir auf vier weitere Mitfreiwillige, sodass wir uns über unsere Urlaubserlebnisse austauschen konnten. Stone Town ist eine sehr gemütliche Stadt und auf jeden Fall einen Tagesausflug wert, wenn man mal in der Nähe ist! Wir schlenderten über den riesigen Markt und genossen die Altstadt, die übrigens zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört. Aufgefallen ist mir, dass es hier sehr viele Muslime gibt. Einige Frauen tragen auch eine Burka und oft tragen auch Babys schon ein Kopftuch, was ich zuvor noch nirgends gesehen habe.

 

Siebter und letzter Stopp: Jambiani

 

Hier verbrachten wir die letzten Tage am Strand mit türkisem Meer und wahnsinnig weißem und feinen Sand. Silvester feierten wir bei einer sehr genialen Beachparty direkt am Wasser. Außerdem lernten wir, wie man eine Kokosnuss schlachtet, die wir dann auch frisch von der Palme genießen konnten.

 

Rückfahrt:

 

Die Busfahrt war nicht gerade spannend und dauerte zwei Tage. Zufällig fuhren fast alle ugandischen Freiwilligen am gleichen Tag zurück, sodass wir uns wenigstens ein bisschen über unseren Urlaub austauschen konnten.

 

Ankunft zuhause:

 

Wieder zurück in Jinja wurden wir von allen sehr herzlich begrüßt. Unsere Nachbarin klopfte am nächsten Tag gleich an der Tür und freute sich riesig, dass wir wieder da sind. Ihre einjährige Tochter Happy klopfte wohl jeden Tag an unsere Tür und als sie bemerkte, dass wir wieder da sind, freute sie sich ständig. Sie rannte dauernd auf uns zu und umarmte uns. :D Auch auf der Arbeit freuten sich alle uns wieder zu sehen und wir stellten mit unserem Betreuer sogar einen Arbeitsplan für die nächsten drei Monate auf! Ich glaube zwar noch nicht ganz, dass wir den auch umsetzen aber immerhin ein Anfang! 

Lake Bunyonyi, der Kronenkranich (Wahrzeichen Ugandas, kommt auch auf der Flagge vor), Wasserfall und Weihnachtsfeier bei Moshi, Stone Town, Jambiani mit Crashkurs im Kokosnuss schlachten und unser Haustier im Badezimmer auf Zanzibar

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Kommentare: 2
  • #1

    A. Mürbeth (Donnerstag, 04 Februar 2016 22:31)

    Tolle Bilder!! Lake Bunyonyi ist halt einfach immer wieder wunderschön...! Hab mich gestern sehr über die Post gefreut - danke dir! Und auch über den Weihnachtsgruß. Bleib gesund! Gute Zeit weiterhin! Noch ein Tip übrigens: Sipi Falls :-)

  • #2

    Anja (Sonntag, 14 Februar 2016 09:41)

    Danke! Auf jeden Fall! Da war ich auch schon ;)