Heute wird gewählt. Für mich bedeutet das mindestens die nächsten drei Tage im Haus bei meinen zwei deutschen Mitfreiwilligen etwas außerhalb Jinjas zu bleiben.
Meine Rotkreuzkollegen dagegen teilen sich auf die verschiedenen Hotspots in und um Jinja auf ausgestattet mit den neuen Sanitätstaschen und Rotkreuzwesten vom ICRC (International Commitee of the Red Cross).
Wahlkampf wurde schon lange im Voraus betrieben. Gerade die aktuell regierende Partei NRM mit dem Präsidenten Museveni, der mittlerweile schon 30 Jahre an der Macht ist, gibt dafür ganz schön viel Geld aus. Da werden Autos und sogar Hubschrauber bedruckt. Gerade in den Dörfern findet man kaum Oppositionsplakate. Ganz Uganda ist gelb, denn das ist die Farbe der NRM.
Am Montag hab ich sogar kurz Museveni durch Jinja fahren sehen. An diesem Tag hat die NRM nochmal richtig Gas gegeben und in Jinja eine Rally, die eher an einen Faschingsumzug erinnerte abgehalten. Doch auch der wichtigste Oppositionskandidat Besigye, der frühere Leibarzt Musevenis, war ein paar Tage zuvor in Jinja. Dieser wurde nun aber vor drei Tagen verhaftet. Dabei wurde wohl auch ein Anhänger getötet.
Außerdem durfte die Opposition erst später mit dem Wahlkampf beginnen und in den letzten Tagen vor der Wahl nicht im Zentrum Kampalas Wahlkampfaktionen starten. Insgesamt gibt es sieben Oppositionskandidaten.
Außer dem Präsidenten werden aber auch noch die Mitglieder des Parlaments gewählt.
Seit einigen Wochen fährt auch immer mal wieder ein Wahlbeobachtungsauto der EU vorbei. Schon interessant das alles mal mitzubekommen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse, die wohl irgendwann am Wochenende verkündet werden und v.a. auf die Reaktion darauf!
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